Bernhard Paul Kunst Rosenheim Malerei

BERNHARD PAUL
interlude JC-04
2017
Acryl auf Leinwand
je 105 x 150 cm


KUNST AKTUELL 2017 / 3. Juni - 16. Juli

Jahresausstellung des Kunstvereins Rosenheim
in der Städtische Galerie Rosenheim

Sonntag 25. Juni 17.30 Uhr | Führung mit Christian Hess und Bernhard Paul

Sonntag 25. Juni 19.00 Uhr | KONZERT mit dem Mittelmeer Orchestra

Dienstag 4. Juli 18 Uhr | Führung mit Elisabeth Mehrl und Peter Weigel

Öffnungszeiten der Galerie: Di - Fr 10-17 Uhr | Sa, So 13-17 Uhr

Städtische Galerie Rosenheim, Max-Bram-Platz 2, 83026 Rosenheim, Telefon 08031-3651447

 

Kunst aktuell 2017 Paul Kunstverein Rosenheim

Blick in den Raum 1 der Ausstellung "KUNST AKTUELL" in der Städtischen Galerie Rosenheim

 

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Bernhard Paul Kunst Malerei Berlin


polyphonia / 22.april - 1.juni.2017

Einzelausstellung von Bernhard Paul
in der Galerie ANNA25 in Berlin

Finissage am Donnerstag, 01.juni.2017 von 18-21 Uhr

Galerie ANNA25
Schönleinstr. 25 - Seitenflügel
10967 Berlin - Kreuzberg
Tel: 030 81892254
anna@anna25.de

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

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Reihen, Wiederholung, Variation und das in theoretisch unendlicher Fortsetzung – Das Prinzip der Serie ist in Bernhard Pauls Malerei gleich mehrfach vertreten. Das künstlerische Konzept, die Musik, die der Malerei zugrunde liegt und der zeitliche Aspekt des Herstellungsprozesse, all das ist dem Seriellen verhaftet. Für Bernhard Paul ist die serielle Produktionsweise eine Bildsprache, die er ständig erprobt und erweitert.

Vergleichbare Prozesse fanden in der Musik ab 1910 statt. Ähnlich wie die serielle Malerei etablierte Werte der Ästhetik in Frage stellte, brachten die Strömungen der sogenannten „Neuen Musik“ eine Neuorientierung der musikalischen Sprache hervor. Durch die schrittweise Aufgabe der Dur-Moll-Tonalität bis hin zur Zwölftonmusik brach die Neue Musik mit dem harmonischen System. Dissonanz, Mehrstimmigkeit und eine radikal neue Ästhetik waren die Folge.

Bernhard Paul nimmt die „Neue Musik“ als Grundlage seiner Kunst und konzipiert aus diesem Einfluss Malvorgänge. Die ständigen Wiederholungen, Konstanten und Unterbrechungen bringt Paul als Abfolge von Pinselstrichen und rhythmischen Duktus auf die Leinwand. Mit diesem Verfahren erzeugt der Künstler Ergebnisse wie die Komponisten: Klang, Mehrstimmigkeit, Dissonanz.

Man könnte Bernhard Pauls Bilder als gemalte Kompositionen, als verbildlichte Musik, verstehen, doch damit würde man seiner Malerei nicht gerecht. Es ist mehr als das. Die strikte Gleichförmigkeit und systematische Malweise erzeugt beim Betrachter eine Irritation, eine Überforderung in all der Klarheit der Formensprache. Wenn sich die einzeln aufgetragenen Farben im Auge des Betrachters vermischen, die Linien, Wiederholungen und Reihen als Ganzes betrachtet werden, dann entsteht ein Flimmern, das alle Sinne befällt. Die Farbflächen der einzelnen Werke erscheinen mehrdimensional und schwellen als Serie zu etwas Größerem an.

 

Bernhard Paul modus vs1 bis vs4

Ausstellungsansicht
BERNHARD PAUL - polyphonia
modus vs1 bis vs4
2017
Acryl auf Leinwand
je 90 x 90 cm

 

Bernhard Paul modus 10 Galerie Anna25 berlin

Ausstellungsansicht
BERNHARD PAUL - polyphonia
modus 10
2017
Acryl auf Leinwand
je 70 x 70 cm

 

Bernhard Paul ANNA25 softfacades

Ausstellungsansicht
BERNHARD PAUL - polyphonia
softfacades VI bis VIII
2017
Acryl auf Leinwand
je 30 x 50 cm

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Series, Repetition, Variation and the continually infinitely continuing - The principle of the series is represented several times in Bernhard Paul's painting. The artistic concept, the music that underlies painting and the temporal aspect of the production process, are all bound to the serial. For Bernhard Paul the serial mode of production is a pictorial language, which he constantly tests and expands.

From 1910 onwards similar processes took place in music. Just as serial painting questioned established values of aesthetics, the currents of the so-called "new music" brought about a reorientation of the musical language. Through the step-by-step task of the major-minor tonality up to the twelve-tone music, New Music broke with the harmonic system. Dissonance, polyphony and a radically new aesthetic were the result.

Bernhard Paul takes the "New Music" as the basis of his art and produces from this influence painting processes. The constant repetitions, constants and interruptions bring Paul as a succession of brush strokes and rhythmic ducts on the canvas. With this method the artist produces results such as the composer: sound, polyphony and dissonance.

One could understand Bernhard Paul's paintings as painted compositions, as illustrated music, but this would not do justice to his painting. It is more than that. Strict uniformity and systematic style of painting create an irritation, an overburden in all the clarity of the form language. When the individually applied colors are mixed in the eye of the beholder, the lines, repeats and rows are considered as a whole, then a flickering is produced which affects all the senses. The color areas of the individual works appear multi-dimensional and swell as a series to something larger.